Ganzkörperplethysmograph.
Er mißt Strömungswiderstände
in den Atemwegen.
Bergmannsheil - aus der Geschichte
Ganzkörperplethysmographie
Das Röntgen-Cabinet beantwortet viele Fragen. Aber es gibt auch neue Rätsel auf. Immer wieder beobachten die Ärzte Bergleute mit schwerer Atemnot, ohne röntgenologische Veränderungen der Lunge festzustellen.
Mit der Suche nach einer Erklärung hierfür schlägt die Stunde Ganzkörperplethysmographie. Damit soll es gelingen, Strömungswiderstände in den Atemwegen zu messen.
Die Ursprungsidee zu diesem Verfahren stammt aus dem Jahr 1882. Das Bergmannsheil arbeitet über viele Jahrzehnte an
der Fortentwicklung für den klinischen Einsatz. Damit sind die Forscher den obstruktiven Atemwegserkrankungen auf der Spur.
Neue berufsbedingte Krankheitsbilder wie Allergien oder asbestbedingte Erkrankungen entstehen und führen auch zur Anerkennung neuer Berufskrankheiten, wie etwa dem bösartigen Lungentumor bei Koksofenarbeitern.
Parallel läuft die Suche nach geeigneten Therapieformen, und Langzeitstudien am Bergmannsheil tragen entscheidend zum Siegeszug der Glukokortikosteroide bei obstruktiven Atemwegserkrankungen bei.
Auf der Grundlage der gewonnenen Forschungs-ergebnisse erfährt die präventive Ausgestaltung der Arbeitswelt einen grundlegenden Wandel.